Zulassung & Doktoratsstudium

Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Schritte und Milestones vor und während Ihres Doktorats, sowie die Angebote der Vienna Doctoral School of Historical and Cultural Studies.

1. Zulassung und Aufnahme in die Vienna Doctoral School of Historical and Cultural Studies

Eine Voraussetzung für die Zulassung zum Doktoratsstudium Historische Kulturwissenschaften ist ein facheinschlägiger Diplom-/Masterabschluss. Zusätzlich sind Dokumente zum geplanten Dissertationsvorhaben einzureichen (siehe unten).

Bitte reichen Sie Ihren Antrag bei der zentralen Zulassungsstelle über das Portal u:space ein. Ihr Antrag wird von der Leitung der School of Historical and Cultural Studies unter Einbeziehung der jeweiligen Schwerpunktsprecher*innen geprüft. Wird dem Antrag zugestimmt, werden Sie zum Doktoratsstudium zugelassen.

Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Das Ergebnis der Prüfung wird Ihnen mittels Bescheid mitgeteilt. 

Benötigte Dokumente:

Aufnahme in die Vienna Doctoral School of Historical and Cultural Studies (DSHCS)

Für alle nach dem 1.10.2020 zugelassenen Doktorand*innen der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät ist die Mitgliedschaft in der SHCS verpflichtend. Nach der erfolgten Zulassung zum Doktoratsstudium stellen Sie bitte einen Antrag auf Aufnahme, um als Fellow an den Aktivitäten in den einzelnen Schwerpunkten teilnehmen und die vielfältigen Fördermöglichkeiten und Angebote der DSHCS in Anspruch nehmen zu können. Füllen Sie dazu das Bewerbungsformular aus.

2. Explorative Phase der Dissertation (Monate 1-12)

Ihre ZieleUnser Angebot

Verortung Ihres Vorhabens in der Forschungslandschaft

Aktive Betreuung mit regelmäßigem Feedback
Stärkung des innovativen CharaktersAnregungen durch Teilnahme am Kolloquium, durch informellen Austausch mit anderen Fellows und mit Mitgliedern der Faculty durch Vorstellung ihrer Projektentwürfe in internen Diskussionsrunden und an (auswärtige) Experten
Ermittlung und Sichtung der verfügbaren QuellenbeständeFinanzielle Unterstützung für Archivreisen, Hilfestellung bei der Auswahl von Archiven und Erleichterung des Zugangs zu Ansprechpartnern
Entscheidung über theoretischen Zugang und über MethodenUnterstützung durch Mentoringangebote im Bereich Projektmanagement, Theorien und Methoden

3. Fakultätsöffentliche Präsentation des revidierten Exposes vor dem Doktoratsbeirat

Die fakultätsöffentliche Präsentation bietet Ihnen die Möglichkeit, das während der explorative Phase revidierte Dissertationsprojekt schriftlich zusammenzufassen und mit dem Doktoratsbeirat zu diskutieren. Der Beirat gibt Ihnen Feedback für die weitere Arbeit an der Dissertation und hat die Aufgabe, das Vorhaben formell zu genehmigen. In seiner Entscheidung bezieht sich der Beirat auf die Einbindung des Dissertationsprojektes in den Forschungsstand, auf Ihr Begründung für die Verwendung theoretischer Konzepte und methodischer Verfahren, sowie auf die Kenntnis der Quellenlage. Nach der Genehmigung des Dissertationsvorhabens durch den Beirat erstellen Sie gemeinsam mit Ihrer*n Betreuer*in eine Dissertationsvereinbarung, in der Sie die Lehrveranstaltungen festlegen, mit denen Sie die erforderlichen 24 ECTS erbringen werden.

Die Anmeldung zur Fakultätsöffentlichen Präsentation erfolgt über das StudienServiceCenter. Hier finden Sie auch die Termine und Informationen, wie Sie sich anmelden können.

4. Dissertationsvereinbarung

Zwischen Doktorand*in, Betreuer*in (Betreuer*innen) und Universität wird eine Vereinbarung abgeschlossen, in

  • Rechte und Pflichten aller Beteiligten geregelt werden,
  • das Dissertationsvorhaben präzisiert wird,
  • zeitliche und finanzielle Rahmenbedingungen spezifiziert werden,
  • die Betreuungsintensität (Frequenz von Feedbackgesprächen) festgelegt wird und
  • die zu erbringenden Leistungen festgelegt werden.


Die Dissertationsvereinbarung wird im Anschluss an die positiv absolvierte öffentliche Präsentation abgeschlossen. Durch jährliche Fortschrittsberichte soll die Dissertationsvereinbarung dem Fortschritt des Dissertationsprojekts entsprechend angepasst werden.

Parallel zum Arbeiten an der Dissertation müssen Doktorand*innen Leistungen in Form von Seminaren, Workshops, Konferenzteilnahme, etc. erbringen. Der Umfang der zu erbringenden Leistungen wird in den jeweiligen Curricula festgelegt. In der Dissertationsvereinbarung werden sie präzisiert und gemeinsam mit dem*r Betreuer*in geplant. Neben den vereinbarten Leistungsnachweisen wie zum Beispiel Seminare, Vorlesungen, u.ä. soll in der Dissertationsvereinbarung auch die Teilnahme an jenen Workshops geplant werden, die dem Erwerb von Schlüsselkompetenzen dienen, sowie allfällige andere extern erbrachte Leistungen wie beispielsweise Präsentationen bei Konferenzen, Teilnahme an Summer Schools etc. Die geplanten Leistungsnachweise sollten so gewählt werden, dass sie das Dissertationsprojekt und in weiterer Folge eine berufliche Karriere bestmöglich unterstützen.

Mehr Informationen, Vorlagen und Formulare unter 

5. Produktionsphase (Monate 13-36)

Ihre ZieleUnser Angebot
Entwicklung und Schärfung der ArgumentationEnger Austausch mit Betreuungspersonen und Peers, Diskussion von Teilen der Dissertation im Rahmen von Kolloquia und Retreats
Weiterführende ArchivarbeitFinanzielle Unterstützung für Archivreisen
Weiterentwicklung der theoretischen und methodischen ToolsUnterstützung bei der Organisation von Workshops und der Einladung von externen Fachleuten
Vernetzung mit der ForschungscommunityFinanzielle Unterstützung für die aktive Teilnahme an Tagungen
Optional: Publikation erster Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften Feedback zum Text von Betreuungspersonen und Peers, finanzielle Unterstützung für muttersprachliches Fachlektorat (beschränkte Kontingente)
Optional: Erwerb zusätzlicher Skills zur Erhöhung der KarrierechancenMentoring- und Kursangebote durch das Doktorand*innenzentrum
Optional: Lehrerfahrung durch bezahlte Mitarbeit im BA-ProgrammVermittlung von Lehraufträgen (stark beschränkte Kontingente)

6. Einreichen der Dissertation, Begutachtung und Defensio

Die fertiggestellte Dissertation muss sowohl in gedruckter Form wie auch elektronischer Form im zuständigen StudienServiceCenter eingereicht werden. Dabei muss sie gewissen Formvorschriften entsprechen. Beachten Sie dazu das entsprechende Infoblatt.

Die Dissertation wird zwei Gutachter*innen zur Begutachtung vorgelegt. Doktorand*innen können gemeinsam mit den Betreuer*innen einen Dreiervorschlag bezüglich möglichem/möglicher Gutachter*in einreichen (Formular SL/D3 und SL/D4). Bitte reichen Sie mit dem Formular auch einen CV und eine Publikationsliste aller vorgeschlagener externer Gutachter*innen ein. Die Auswahl der Gutachter*innen obliegt jedoch dem/der Studienpräses. Zu beachten ist, dass die/der Betreuer*in nur in begründeten Ausnahmefällen auch als Gutachter*in fungieren kann. In diesem Fall ist die/der zweite Gutachter*in in jedem Fall eine externe Person.

Gutachter*innen müssen nicht von der Universität Wien sein. Im Gegenteil, es empfiehlt sich oft, externe Gutachter*innen vorzuschlagen. Für diese besteht die Möglichkeit, die Reisekosten von der Universität Wien refundiert zu bekommen. Nähere Informationen dazu finden Sie im entsprechenden Infoblatt des Büro der Studienpräses.

Die Gutachter*innen haben maximal vier Monate nach der schriftlichen Einreichung der Dissertation Zeit, ein Gutachten zu erstellen. Wird die Dissertation von beiden Beurteiler*innen positiv beurteilt, ist eine Anmeldung zur Defensio möglich. Wird die Dissertation von einem/einer Beurteiler*in negativ beurteilt, wird sie einer weiteren Person zur Beurteilung vorgelegt. Beurteilt auch diese Person die Dissertation negativ, ist das Ergebnis negativ. In diesem Fall muss die Dissertation überarbeitet werden, bevor sie wieder eingereicht werden kann.

Mehr Informationen, Vorlagen und Formulare siehe unter